Hilft Ashwagandha bei Depressionen?

Ashwagandha Wirkung Hilft Ashwagandha bei Depressionen?

Ob Ashwagandha wirklich bei Depressionen hilft, ist unklar. Es scheint jedoch nicht das ideale Mittel zu sein. Laut Ayurveda-Medizinerin Shambhavi Sarasvati, ist bei der Einnahme von Ashwagandha gegen Depressionen Vorsicht geboten. Auch die derzeitige Studienlage ist nicht ausreichend.

Die Suche nach Ablenkung ist dominant und bereits tief verankert im Alltag derer die unter Depressionen leiden. Doch die Gedanken sind stark und immer präsent. Sie sind es, die einen immer wieder zurück an den Anfang werfen. An den Anfang eines Teufelskreises, der einen daran hindert voranzukommen.

Falls du an Depressionen leidest, rate ich dir vor allem eins: Sprich mit jemandem über deine Lage, am besten mit einem Therapeuten deiner Wahl. 

Trau dich neue Wege zu gehen und das alte, leidvolle Leben hinter dir zu lassen. Du wirst es nicht bereuen. Ganz im Gegenteil! Du wirst das Leben mehr zu schätzen wissen als je zuvor.

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Ashwagandha als Unterstützung bei Depressionen

Bei Depressionen solltest du zuallererst mit einem Vertrauten bzw. Therapeuten sprechen.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, Ashwagandha gegen deine Depression einzusetzen, kann es hilfreich sein sich an einen Heiltherapeuten zu wenden, der sich wirklich mit Ashwagandha und vor allem der Ayurveda auseinandergesetzt hat.

Es kann durchaus sein, dass Ashwagandha dich bei deiner Depression unterstützen kann, jedoch kommt es absolut auf den Einzelfall an. Im schlimmsten Fall könnte das Ashwagandha dir sogar eher Schaden zufügen, da es für zusätzliche Irritation sorgen kann, sagt die Heilpraktikerin Shambhavi Sarasvati1.

Der Hype um Ashwagandha ist sicherlich nicht unberechtigt. Auch ich habe bisher sehr positive Erfahrungen mit Ashwagandha gemacht. In meinem Fall ging es jedoch um Auswirkungen auf Stress, Schlaf und Schmerzen.

Nun jedoch zu behaupten, dass Ashwagandha bei jeder Krankheit hilft, wäre einfach zu kurz gedacht. Ashwagandha ist nicht das einzige Mittel in der Ayurveda-Medizin und vor allem spielt die Balance des eigenen Körpers eine wichtige Rolle.

Warum Ashwagandha bei Depressionen problematisch ist

In der Ayurveda spricht man von virya. Das steht für die Energie, welche ein Kraut ausstrahlt. Das virya von Ashwagandha ist aufheizend.

Bist du also jemand der generell zu Frustration und Irritation neigt, kann es sein, dass du mit Ashwagandha Probleme bekommst.

Mischst du es zusätzlich mit anderen aufputschenden Stoffen wie Koffein, überforderst du deinen Körper zusätzlich zur Depression.

Du fühlst dich also eher unausgeglichen und unwohl. Das Gegenteil von dem, was du eigentlich erreichen wolltest.

Zusätzlich gibt es die Gunas. Guna ist ein Sanskrit-Wort, das „Qualität“ bedeutet.

Die Gunas von Ashwagandha sind schwer, ölig und langsam. Es dient dem Aufbau und der Stabilisierung von Prozessen im Körper.

Die eigentliche Wirkung hängt aber vom Zustand der Person ab, die das Ashwagandha einnimmt.

Im Gegensatz zu Ginseng, das die Energie (das Qi) nach oben bewegt, bewegt Ashwagandha sie nach unten. Ashwagandha ist ein Beruhigungsmittel!

Wirkung bei Angsstörungen

Angst ist geprägt durch Unruhe und starke Energie, die sich auf unangenehme Weise nach oben bewegt. Dein Geist ist zerstreut, du fühlst dich zu leicht und kalt und dein mentaler Zustand ist eher ängstlich als wütend.

Wenn Angst dein Problem ist, fühlst du dich durch Ashwagandha möglicherweise geerdeter, stabiler und wärmer.

Wirkung bei Depressionen

Neigst du hingegen eher dazu dich schwer oder trüb zu fühlen, insbesondere begleitet von einem Gefühl unterdrückter Wut, wird Ashwagandha es wahrscheinlich noch schlimmer machen.

Folglich kann Ashwagandha also bei Angstzuständen helfen, aber es ist möglich und wahrscheinlich, dass es Depressionen eher verschlimmert und zur schwere, welche du in dir hast beiträgt.

Fazit

Ärzte versuchen gerne Symptome zu behandeln und vergessen die Ursache zu finden.

Bei Depressionen ist es schwierig, den westlichen Ansatz der Medizin mit ayurvedischen Kräutern zu verwechseln. Es ist eben nicht so, dass Kraut X bei Symptom Y hilft.

Ayurveda behandelt nicht die Symptome. Es behandelt Menschen anhand der Analyse, wie sich die fünf Elemente – Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum – im gesamten Ökosystem eines Individuums zusammenspielen.

Ein Ayurveda-Mediziner muss sich also überlegen, wie das Ökosystem eines einzelnen Menschen, welches sich im Ungleichgewicht befindet, durch ein anderes Ökosystem, in diesem Fall das der Ashwagandha Pflanze, beeinflusst wird.

Solltest du unter Depressionen leiden und dich für ayurvedische Kräuter wie Ashwagandha interessieren, dann wende dich am besten an einen Ayurveda-Arzt, welcher sich mit der Thematik auskennt.

Studie zur Wirkung von Ashwagandha bei Depressionen

Es gibt nicht ausreichend Studien, welche sich mit Ashwagandha und der Wirkung bei Depressionen auseinandersetzen. Dennoch habe ich eine vertrauenswürdige Studie2 gefunden, welche sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Jedoch nur im Kontext von Schizophrenie.

Hintergrund

Ashwagandha (Withania Somnifera) konnte bereits in der Vergangenheit beweisen, dass es positive Effekte auf die Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie haben kann.

Nun sollte die Auswirkung von Ashwagandha auf Depressions- und Angstsymptome getestet werden.

Ashwagandha wurde hier als Zusatzbehandlung bei Patienten mit Schizophrenie verwendet.

Methoden

  • 66 Schizophrenie Patienten
  • 12 Wochen
  • 1000mg Ashwagandha
  • Ashwagandha Gruppe
  • Placebo Gruppe

66 Patienten mit Schizophrenie wurden in einer 12-wöchigen, randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie beobachtet. 

Ermittlung eines Depressions- und Angst-Depressions-Scores.

Ergebnisse

Ashwagandha war mittelmäßig Effekt bei der Behandlung, gemessen an den Effekten und zuvor ermitteltem Score für Angst und Depression. Ashwagandha hat im Vergleich zum Placebo besser abgeschnitten.

Fazit

Die Ergebnisse legen nahe, dass Ashwagandha bei der Behandlung von Depressionen und Angstsymptomen im Zusammenhang mit Schizophrenie vielversprechend sein kann. 

Weitere Erforschung ist jedoch notwendig.

Ashwagandha ist möglicherweise nicht das richtige Mittel zur Behandlung einer Depression.
Solltest du unter Depressionen leiden und dich für ayurvedische Kräuter wie Ashwagandha interessieren, dann wende dich am besten an einen Ayurveda-Mediziner, welcher sich mit der Thematik auskennt.

  1. https://medium.com/@shambhavi_satsang/why-ashwagandha-might-be-contributing-to-your-depression-cd19ee792178
  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31046033/
Carlos Morodion
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Alles rund um Ashwagandha. Selbsttests, Studien, Mythen. Ich will der Sache auf den Grund gehen und herausfinden, was leere Versprechungen sind und wobei es sich tatsächlich um Fakten handelt. Achtung! Was hier besprochen wird, kann keine ärztliche Beratung ersetzen!

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